Ein Weidezaungerät ist das Herzstück eines jeden funktionierenden Elektrozauns. Es sorgt dafür, dass Ihre Tiere sicher auf der Weide bleiben und unerwünschte Eindringlinge ferngehalten werden. Die Wahl des richtigen Geräts ist entscheidend, um die Sicherheit und Effektivität Ihres Zauns zu gewährleisten. Im folgenden Beitrag erfahren sie mehr über unsere Weidezaungeräte und was sie vor dem Kauf beachten sollten.
Was macht ein Weidezaungerät aus?
Weidezaungeräte sind speziell konzipiert, um elektrische Impulse an den Zaun abzugeben. Diese Impulse erzeugen einen kurzen Schreckreiz, der Tiere davon abhält, den Zaun zu durchbrechen oder zu berühren. Doch nicht jedes Weidezaungerät ist gleich. Abhängig von Ihren Anforderungen gibt es unterschiedliche Modelle, die sich in ihrer Leistung, Stromversorgung und Anwendungsart unterscheiden.
Welche Arten von Weidezäunen gibt es überhaupt?
Hier sind die wichtigsten Arten von Weidezäunen:
- Knotengeflechtzaun: Robuster Drahtzaun mit festen Knoten ist ideal für Schafe, Ziegen oder Wildschutz.
- Elektrozaun (Litze oder Seil): Flexibel und mobil und damit für nahezu alle Tierarten, insbesondere für Pferde, Rinder und Schafe, geeignet.
- Elektrobandzaun: Wir empfehlen breiteres Band für Pferde, da dieses gut sichtbar ist.
- Mobiler Zaun (Breitband oder Litze): Leicht auf- und abbaubar, ideal für Rotationsweiden und temporäre Einzäunungen.
- Holzzaun: Stabil und langlebig, wird häufig für Pferde und repräsentative Flächen verwendet.
- Kunststoffzaun: Wetterbeständig und wartungsarm, deshalb oft für Pferdeweiden genutzt.
- Maschendrahtzaun: Vielseitig, ideal für Kleintiere wie Hühner, Kaninchen oder Schafe.
- Stein- oder Naturzaun: Dekorativ und langlebig, aber eher für Grundstücksgrenzen als für Weidezäune geeignet.
- Stacheldrahtzaun: Wurde früher für Rinder verwendet, ist jedoch tierschutzrechtlich bedenklich, weshalb von dieser Art Zaun abzuraten ist.
- Wildschutzzaun: Hohe, engmaschige Zäune, um Wildtiere wie Hirsche oder Wildschweine abzuwehren.

Auch Beo-Band ist eine Zaunalternative.
Jede Zaunart hat spezifische Vor- und Nachteile, abhängig von Tierart, Einsatzgebiet und Budget.
Netzgeräte und Versorgung durch Strom
Die erste Überlegung betrifft die Art der Stromversorgung. Netzgeräte, die direkt an eine Steckdose angeschlossen werden, sind ideal für stationäre Zäune in der Nähe von Gebäuden. Sie bieten eine konstante Stromversorgung und sind wartungsarm. Wenn Ihre Weiden jedoch weiter entfernt liegen oder Sie ein mobiles Zaunsystem nutzen möchten, sind batteriebetriebene Geräte eine gute Alternative. Sie sind flexibel einsetzbar und ermöglichen es Ihnen, Zäune auch in abgelegenen Gebieten sicher zu betreiben. Besonders nachhaltig sind Solargeräte, die die Energie der Sonne nutzen. Diese eignen sich hervorragend für Regionen mit viel Sonnenlicht und bieten eine umweltfreundliche und kosteneffiziente Lösung.
Für jedes Tier den passenden Zaun
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Leistung des Weidezaungeräts, die in Joule gemessen wird. Die Joule-Angabe gibt an, wie viel Energie das Gerät pro Impuls abgibt. Für Tiere wie Schafe oder Ziegen, die durch ihre dichte Wolle weniger empfindlich auf Strom reagieren, benötigen Sie ein leistungsstärkeres Gerät mit mindestens vier Joule. Pferde und Rinder hingegen sind sensibler, sodass Geräte mit einer Leistung von ein bis zwei Joule oft ausreichend sind. Auch die Länge des Zauns spielt eine entscheidende Rolle. Bei langen Zäunen oder solchen, die mit Bewuchs belastet sind, sollte das Gerät über ausreichend Reserveleistung verfügen, um den Stromfluss konstant zu halten.
Stromimpulse und Erdung – Zwei wichtige Faktoren

Die Erdung ist ein weiterer Aspekt, der oft unterschätzt wird, jedoch für die Funktionalität eines Elektrozauns essentiell ist. Ohne eine ordnungsgemäße Erdung kann der Stromimpuls nicht effektiv durch den Zaun geleitet werden. Daher sollten Sie sicherstellen, dass ausreichend Erdungspfähle verwendet werden, die tief genug im Boden verankert sind. Besonders bei trockenen oder sandigen Böden sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um eine zuverlässige Erdung zu gewährleisten.
Sicherheit geht vor
Auch die Sicherheit der Weidezaungeräte sollte nicht außer Acht gelassen werden. Achten Sie darauf, dass das Gerät den europäischen Sicherheitsstandards entspricht und über eine CE-Kennzeichnung verfügt. Hochwertige Geräte bieten zudem Funktionen wie Überspannungsschutz oder Warnanzeigen, die eine sichere und einfache Handhabung gewährleisten.
Einsatzbereich und ihrer Bewohner
Vor dem Kauf sollten Sie sich auch Gedanken über den geplanten Einsatzbereich machen. Überlegen Sie, ob der Zaun stationär oder mobil genutzt werden soll und welche Tiere eingezäunt werden. Jedes Tier ist anders, also müssen auch die Bewohner der umzäunten Weide bedacht werden. Für kleine Tiere wie Hühner oder Kaninchen gibt es spezielle Geräte mit niedriger Spannung, während für den Schutz vor Wildtieren stärkere Geräte erforderlich sind. Wenn Sie planen, Ihren Zaun in Zukunft zu erweitern, ist es sinnvoll, ein Gerät mit mehr Leistung zu wählen, um flexibel zu bleiben.
Wartung ist das A und O
Regelmäßige Wartung ist ein weiterer Punkt, den Sie im Blick haben sollten. Weidezaungeräte sollten regelmäßig auf ihre Funktionalität überprüft werden, insbesondere nach starken Regenfällen oder Stürmen. Auch der Zaun selbst sollte frei von Bewuchs gehalten werden, da Gras oder Äste die Spannung beeinträchtigen können. Gehen Sie regelmäßig den Zaun ab und beobachten Sie die äußeren Umstände genau.

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